Sonntag, 2. Mai 2010

GrößteWitzDesUniversums...

Auf dem unendlich schmalen Grat zwischen Geburt und Tod entdecken wir die Vollkommene Freiheit. Irgendwann einmal kam ein Schüler zu mir und erklärte, er sei deprimiert, weil er erkannt habe, dass es nichts gebe, woran man sich halten könne. Ich lachte, und er wollte wissen, warum ich lache. Ich sagte: "Warum, glaubst du, haben sich die alten Zen-Leuchten ständig über alles lustig gemacht?" Er lachte. Der größte Witz des Universums ist, dass es nichts gibt, woran man sich halten könnte. Wenn man diesen Witz verstanden hat, so verfügt man über die Freiheit aufzustehen, sobald der Wecker klingelt. !!! :o)))

In den sechs Welten und in den vier Arten der Geburt erfreuen wir uns eines Samadhi der Fröhlichkeit und des Spiels.

... (...) ...

Wo immer und wann auch immer!

Hakuin Zenji hat gesagt: "Singen und Tanzen sind die Stimme des Dharma." Wu-men hat diesen Satz umgekehrt und gesagt: "Die Stimme des Dharma sind Singen und Tanzen."

Gartenbau und Kochen also - das ist es!


Zen als Lebenspraxis
Robert Aitken
Diederichs Gelbe Reihe


P1015315

Samstag, 1. Mai 2010

Zweifel...

Wir sollten deshalb unseren ganzen Körper in eine einzige Masse des Zweifels verwandeln und uns mit unseren sämtlichen 360 Knochen und Gelenken und unseren 84 000 Haarfollikeln auf dieses eine Wort Mu konzentrieren. In der Zen-Literatur finden sich immer wieder Hinweise auf die drei Voraussetzungen jeglicher Zen-Praxis: großer Zweifel, großer Glaube und große Entschlossenheit. Einverstanden - ganz sicher sind diese Voraussetzungen unabdingbar, aber im allgemeinen interpretiert man sie nur auf der Ebene einer Schritt-für-Schritt-Schulung. Zahlreiche Menschen fühlen sich durch diese Forderungen eingeschüchtert: sie denken unentwegt: "Ist mein Zweifel - mein kritisches Hinterfragen - hinreichend entwickelt? - Ist mein Glaube groß genug? - Ist meine Entschlossenheit über jeden Zweifel erhaben?" In diesem Zusammenhang sollten wir uns noch einmal Yasutani Roshis Worte in Erinnerung rufen, der sagt: "Fünf Prozent Aufrichtigkeit sind ausreichend." Die ernste Absicht eines Menschen, der in unser Schulungs-Zentrum kommt, um mit uns zu sitzen, ist völlig ausreichend. Er kann seine Aufrichtigkeit noch immer auf dieser Basis weiterentwickeln.

P1010153

Zen als Lebenspraxis
Robert Aitken
Diederichs Gelbe Reihe

Freitag, 30. April 2010

Mu...

Diese einzige Schranke unseres Glaubens ist eben dies eine Wort Mu. Und dieses Wort besteht nur aus einer einzigen Silbe, und dieses Wissen sollen wir dem anonymen Verfasser der Wolke der Unwissenheit zufolge zum Gegenstand unserer Meditation machen. Für Meditationszwecke gleichermaßen geeignete Worte seien, so behauptete er: Gott, gut, schlecht, etc. Aber solche Worte sind mit Bedeutung geladen, und Bedeutung kann uns leicht zum Grübeln verleiten. Deshalb behauptet Yamada Roshi: "Mu hat keine wie auch immer geartete Bedeutung." Daher ist diese Silbe eine nur für den Weg des Zen charakteristische Schranke.

Wir wollen hier jedoch nicht einem Irrtum aufsitzen. MU ist durchaus bedeutungs-voll. Man kann es identifizieren, darauf verweisen, es personifizieren. Es ist etwa wie das Schwimmen. Man kann sagen, was Schwimmen ist. Man kann Schwimmbewegungen nachahmen. Aber hat das Schwimmen eine Bedeutung? Ich habe einmal an der Universität von Hawai einen Schwimmkurs belegt. Jede Woche hatten wir drei Stunden praktischen und eine Stunde theoretischen Unterricht. Während des praktischen Unterrichts schwammen wir im Übungsbecken umher, und das war Schwimmen. Während des theoretischen Unterrichts beschäftigten wir uns mit der menschlichen Muskulatur und mit graphischen Darstellungen verschiedener Fische. Ich hatte den Eindruck, das habe mit dem Schwimmen überhaupt nichts zu tun. In gleicher Weise hat auch dieses Buch mit Zen nicht das geringste zu tun.

Zen als Lebenspraxis
Robert Aitken
DiederichsGelbe Reihe


P10101211

Freitag, 23. April 2010

38...

Wenn die Ursache der Bindung (an den Körper) geschwächt ist und die Bewegungen des Bewußtseins erkannt sind, wird der Yogi fähig, in andere Körper einzugehen.

Letztlich muss man immer gegenwärtig haben, dass die ganze Bewegung des Yoga in eine einzige Vollendung mündet. Diese ist kaivalya oder völlige Freiheit. Sie beginnt mit einer grundlegenden Wahrnehmung, die in Sutra 35 beschrieben wird, nämlich, dass jede Erfahrung des Menschen bhoga oder Selbstgenuß ist. Und zwar deshalb, weil er sich der Tatsache nicht bewußt wird, dass der "Seher" in ihm, das eigentlich "Menschliche des Menschen" (purusa), völlig verschieden ist von seinem psychosomatischen Organismus, der sein Wesen ausmacht. Dieses "Wesen" ist das "Gesehene" und nicht der "Sehende", Die beiden können nie dasselbe sein, obwohl sie einander sehr nahe sind. Sie leben zusammen. Und obwohl sie physisch untrennbar sind, sind sie existentiell unterschieden. Die Erkenntnis dieser Wahrheit, die augenblicklich eintritt und frei ist von der zeitlichen Folge, ist grundlegend für das Fürsichsein oder die Freiheit (kaivalya). Sie ist grundlegend für eine leuchtende Klarheit der Schau. Jene Schau, die aus der Verwechslung des "Sehenden" mit dem "Gesehenen" entsteht, als wären sie miteinander identisch, ist eine verwirrte Anschauung all der Menschen, die sich nicht mit ganzem Herzen auf den Yogaweg begeben haben. Diese Verwirrung führt zu bhoga oder Selbstgenuß. Auf der anderen Seite führt die Schau, die aus der klaren Unterscheidung zwischen den beiden entstanden ist, zu dem rechten Verständnis des "Menschlichen im Menschen" (purusa-jnanam, III 35). Dies führt zum Lösen der Bindungen (III 38) und ist der erste und letzte entscheidende Schritt auf die Freiheit zu.

Patanjali
Die Wurzeln des Yoga:
Die klassischen Lehrsprüche des Patanjali - die Grundlage aller Yoga-Systeme

O.W. Barth

P1015218

Donnerstag, 22. April 2010

35...

die Welterfahrung (bhoga) ist ein Erleben, das nicht unterscheidet zwischen der reinen psycho-physischen Natur (sattva) und dem "inneren Menschen" (purusa), die völlig unvermischt sind. Diese Welterfahrung bezieht sich auf einen anderen (den "inneren Menschen"). Wendet man die "Sammlung" auf das in sich selbst Gründende hin, so erkennt man den "inneren" Menschen" (purusa).

Patanjali
Die Wurzeln des Yoga:
Die klassischen Lehrsprüche des Patanjali - die Grundlage aller Yoga-Systeme

O.W. Barth

P1015186

Dienstag, 20. April 2010

Die Macht der Schwachen...

Heute wird lebhafter denn je der Zauber ferner Rassen empfunden, der Japaner, der Chinesen und der Inder. Und der heutige Fortschritt trägt immer mehr dazu bei, diesen starken Wunsch zu erfüllen, denn er bietet die Verkehrsmittel zur Überwindung mächtiger Naturhindernisse. Schon lange drängt es die Menschen danach, sich zu mischen und zu sehen, wie die anderen leben. Und diesen neuen Bestrebungen entsprechen alle Maßnahmen, die in den verschiedenen Ländern verwirklicht werden, um den Austausch und die Passage der verschiedenen Transportmittel zu erleichtern.

An die Stelle der alten Liebe zum "Dörfchen" und zum "Feld" ist ein Drang der Menschen in alle Länder der Welt getreten.

Man könnte sich fragen, warum man heute dagegen versucht, die nationalen Grenzen zu schließen, Zölle anzusetzen und sogar den Geldaustausch zu unterbinden, zu dem einzigen Zweck, jeglichen Verkehr zu verhindern.

Angesichts solcher Absurditäten wird man sich eines großen immensen Problems bewußt, dass nämlich den Menschen Tatsachen unbekannt sind, die die Ursache für einen furchtbaren Ruin bilden.

Die Macht der Schwachen
Vertrauen statt Kampf:
Abrüstung in der Erziehung
Frieden und Erziehung
Spannungsfeld
Kind - Gesellschaft - Welt

Maria Montessori
Herder


P1015139

Montag, 19. April 2010

das Licht...

Das Licht nun, das jenseits vom Himmel leuchtet, über allem, über
jeglichem, in den allerhöchsten, höchsten Welten - wahrlich, das Licht,
das innen im Menschen ist, das ist dieses Licht.

Dieses Licht im Menschen nimmt man wahr, wenn man im Körper
durch Berührung Hitze unterscheidet; dieses Licht vernimmt man,
wenn man sich die Ohren zuhält und dann etwas wie ein Rauschen,
wie ein Brausen wie von flammendem Feuer erlauscht.


Daher verehre man dieses innere Licht als ein wahrnehmbares und
vernehmbares.

Es wird ein Gerngesehener, einer von dem man gehört hat, wer so
weiß (es so kennt).

Der Hauch geht in den Wind, als das Unsterbliche; aber das Ende
dieses Körpers ist Asche! Om.


Upanishaden
Reclam


P1013340

Sonntag, 18. April 2010

Tamas>Rajas>Sattva

Ich wiederhole es, Arjuna: Versuche immer, dich zur nächsthöheren Stufe von (Tamas über Rajas zu Sattva) fortzubewegen, denn die jeweiligen Folgen der verschiedenartigen Handlungen sind offenkundig. Sattvische Handlungen zeitigen Weisheit, Reinheit und glückliche Zufriedenheit. Rajasische Tätigkeiten erbringen immer Habgier, Zorn und großen Schmerz. Tamasisches Verhalten führt zu Unwissenheit und stumpfer Trägheit.

Aber wisse auch, dass der Zorn und Schmerz rajasischer Menschen eine Himmelsgabe sein können, denn nichts motiviert einen Menschen so sehr, seine Manieren zu verbessern, wie das Elend, das von Begierde angetriebenes Handeln stets begleitet. Leiden ist der Schulungsplatz, auf dem man einen guten Charakter und richtiges Verhalten (Dharma) formt. Der Dharma (auf Wahrheit basierende Lebensführung) ist es, der einen zur heiteren Sattva-Gelassenheit emporhebt.

aus
Bhagavad Gita
Das heilige Buch des Hinduismus
Eine zeitgemäße Version für westliche Leser
Arkana


heute im Garten...

P1015228

Kleiner Lotos... vom Bösen befreit...

In dieser Burg des brahman, nämlich dem Körper, befindet sich ein kleiner Lotos, ein Haus (= das Herz). Darin ist ein kleiner leerer Raum. Was sich in diesem befindet, danach muss man suchen, das wahrlich muss man zu erkennen trachten.

"Nicht altert dies (was sich im innern Raum des Herzens befindet) durch das Altern dieses Körpers, nicht wird es erschlagen, wenn dieser erschlagen wird. Die wahre Burg des brahman ist (nicht der Körper, sondern) dies (was sich im Innern des Herzens befindet). In diesem sind die Wünsche untergebracht (d.h. alles noch nicht Vorhandene). Dies ist das Selbst, das vom Bösen befreit ist, das alterlose, todlose, kummerlose, hungerlose, durstlose, dessen Wünsche wahr werden, dessen Vorstellungen wahr sind...

Upanishaden
Reclam


P10150611

space, just space

Leerheit ist Form..................Form ist Leerheit

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P1016451

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